Premiere-Vorgehen gegen Hacker

Premiere-Vorgehen gegen Hacker „erster Erfolg“ - Konsequenzen für SchwarzseherDer einstweiligen Verfügung, welche Bezahlsender Premiere gegen die Firma Zehnder (Importeur von so genannten Piraterie-Receivern zum unerlaubten Schwarzsehen des Pay-Programms) erwirkt hat, werden weitere Schritte folgen.

Das Landgericht Hamburg hatte mit Urteil vom 25. April (AZ 308 0 108/08) verfügt: Dem Importeur Zehnder ist es ab sofort unter Androhung eines Ordnungsgeldes in Höhe von bis zu 250.000 Euro oder einer Ordnungshaft von bis zu sechs Monaten „verboten, Digitalreceiver, deren Firmware (Betriebssoftware) einen sog. Emulator enthält, der das Vorhandensein einer Smartcard simuliert, und die dadurch zusammen mit einer verfügbaren Software die Umgehung des Zugangskontrollsystems der Antragstellerin ermöglichen, herzustellen, einzuführen, zu verbreiten, zu verkaufen, zu gewerblichen Zwecken zu besitzen und/oder deren Absatz zu fördern\" (Ziffer I. der Einstweiligen Verfügung). Gleichzeitig ordnete das Landgericht Hamburg an, dass die Zehnder GmbH \"sämtliche in ihrem Besitz befindlichen, unter Ziffer I. bezeichneten Receiver, zur Sicherstellung und Verwahrung an den zuständigen Gerichtsvollzieher herauszugeben“ habe (DM berichtete).

Dieser Schuss gegen die Hacker wird nicht der letzte gewesen sein. Premiere erklärte gegenüber „Spiegel Online“, dass es sich bei dem aktuellen Fall lediglich um einen ersten Erfolg handele, da Zehnder nur einer von mehreren Anbietern von Piraterie-Receivern sei. Weitere Distributoren müssen sich also auf Post vom Staatsanwalt einstellen. Auch die Schwarzseher werden nicht ungescholten davon kommen: Sobald es Möglichkeiten gebe anzusetzen, werde Premiere das tun, erklärte das Pay-TV-Unternehmen gegenüber „Spiegel Online“.

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